Description

Urheberschutz

Die hier oder im Blog EDELMASSE eingestellten Texte unterliegen dem Urheberschutz. Wenn also Teile oder ganze Texte kopiert werden, so muss der Hinweis auf die Herkunft der Abschriften sichtbar angeführt werden. Für die meisten solcher Zitate kann der Hinweis "fayerthag" verwendet werden, doch kann im Zweifel die Zustimmung unter beistrich@lycos.co.uk eingeholt werden.

Kalender

« November 2008 »
M D M D F S S
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Kategorien

RSS Feeds

RSS Articles
RSS Comments

Statistik


visits to day: 23
Besuche in diesem Monat: 1115
Besuche gesamt

Die Erschaffung Evas

Kategorie: Gesprochenes / Stimmung: Neutral
Erstellt: 2008-09-26 09:50

Die Erschaffung Evas

So gegen Abend lehnte sich Frau Gott zurück
In ihren Lehnstuhl aus dem virtuellen Nichts
Und sprach zu sich, zu wem denn sonst?
Ich sollte wohl dem Adam, der dort schläft,
Ein Stück aus seiner Seite, eine Rippe, nehmen ,
Und daraus ihm, wie üblich es bei andern Leibern,
An denen in der Runde es nicht mangelt,
Ein Gegenstück, eine Ergänzung schaffen.

Doch wie die ausgeschälte Rippe sie befühlte,
Die hart und doch geschmeidig sanft
Sich ihren Fingern schmiegte, hielt sie ein
In ihrem Schöpferdrange und ließ, wäre sie Gott nicht,
Sagte man wohl leicht verwirrt,
Die Rippe vorerst ruhn in ihrem Schoße.

Wie sie befohlen, senkte sich der Tag
Und ließ die Nacht zu ihrem Rechte kommen,
Wie Schlaf und Wachen, Licht und Schatten,
Wie Mann und... und... und wie... ?

Ein Rosenfeuer, urgewaltig , sturmgewittert
War dieser Aufblick aus dem Fastgeschehen!
Die Rippe ihrem Schoße sie entzog
Und, den Entzug zu heilen,
Schuf sie ihr Meisterwerk
Nach ihrem Ebenbilde.

Titel: Die Erschaffung Evas
Permalink Kommentare (0) Trackbacks (0)





Mondängste

Kategorie: Gedichte / Stimmung: Traurig
Erstellt: 2007-10-11 22:03


Die dunkle Brille bietet vagen Schutz.
Wär besser wohl, wenn ich die Augen schlösse
und hinterm zugezogenen Vorhang hocken bliebe.

Doch dieses Rauschen, diese Brandung aus Verlangen,
nach Sturz und Flug, wie es in meinem Schädel schäumt,
und durch die Glieder streckt die Gier,
sie zittern macht, bis aus dem Munde,
zum schräg gestelltem Maul zerrissen,
die Qual hervor würgt sich im stummen Schrei.

Dann, durch das splitternde Gebälk der Türe
bricht mein ungeheurer Leib in Deine lichte Herrlichkeit,
Du bleicher Gott! Ich trinke Deinen Nebelhauch,
der aus den schwarzen Büschen immer höher
auf zu den Gipfeln steigt und Du mich hebst mit ihm
aus Wald und Felsen, aus der feuchten Nacht,
zerfließend in die Moderträume der so sehr Gerechten
in die Gewalt des nie gewesenen Seins...

aus dem ich fröstelnd in den Tag erwache,
um seinem ungerührten Morgen schluchzend zu entfliehen.
Permalink Kommentare (0) Trackbacks (0)

Woher sie kommen, haben sie vergessen

Kategorie: Gedichte / Stimmung: Neutral
Erstellt: 2007-03-02 00:10


Sie haben es geahnt, doch nie gewusst,
Ob es ein unbedachter Flossenschlag,
ein kosmisch Grollen in der dunklen Tiefe,
vielleicht auch eines Gottes liebend Hauch,

dem Nichts entsteigend, sie zu sich gebar.
Nur jener Auftrag ward in ihnen rege
„zum Lichte hin, zum Ufer musst du wandern
als Bote eines unbekannten Großen…“

Sie sind in sich und ruhen in Bewegung
und steigen, sinken in sich selbst verschlungen,
zum Ziele hin gerichtet, zu dem Ufer,
von dem die Botschaft, die Verheißung sprach.

In ihrer Fülle bergen sie das Leben,
den Tod, durch den das Leben wiederkehrt
und neu gestaltet, was verschwunden schien,
im Ritornell der tränenlosen Kraft.

Wenn eines Tages dann sich hebt ein Felsen,
ein Festland ihnen sich entgegenstemmt,
dann geht es wie ein Aufschrei durch ihr Sein
und ihre liebevolle Bindung reißt,

dass sie sich bäumen in gehetzter Jagd,
sich selber geißelnd, andre überschulternd,
zerbrechend, wenn sie der Umarmung fliehen
und sich in tödlich weißer Gischt verstrahlen.

Ob jemals einer einem Ufer zuträgt,
was als geheime Botschaft in ihm war,
im unbekannten Ursprung aufgetragen?
Die Ufer schweigen. Stöhnend klagt das Meer.
Permalink Kommentare (0) Trackbacks (0)

Wann wird der Frühling für mich enden

Kategorie: Gedichte / Stimmung: Glücklich
Erstellt: 2007-02-06 18:26


So stieg ich in den Frühling ein.
Der war so weit entfernt noch, dass ich kaum erst spürte,
als dort, wo dies zumeist geschieht,
ein angenehmes Krabbeln mich verführte
mit neuer Zuversicht, mein fast entwöhntes Glied
zu jenem Akt mich drängte, der allein

zum Zwecke einer Lendenkühlung
ein frisches Zeichen der schon welken Männlichkeit,
die sich beweisen musste, sollte setzen,
wie dies erforderlich von Zeit zu Zeit;
doch will man die Moral damit auch nicht verletzen,
so einigt man sich zu der Schambefühlung.

Es folgte, was man nicht allein
aus Gründen der Mechanik und auch der Chemie
zu Stande bringt, denn kein Ersatz
ist's, wenn man nur sich selbst als vis-à-vis
zu eigener Lust bemüht mit offnem Hosenlatz:
So stieg ich in den Frühling ein...
Permalink Kommentare (0) Trackbacks (0)
« Erste « Vorherige
1 von 3
Powered by sBLOG XHTML 1.0 Strict PHP CSS
Lokale Zeit: 2008-11-21 10:23 GMT+1
Powered by sBLOG © 2005 Servous